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Das Rotwild, einst in offenen oder licht bewaldeten Steppen beheimatet wird in
unserer heutigen Zeit oft in geschlossene Waldgebiete zurückgedrängt. Ursprünglich
tagaktiv ist dieses Verhalten kaum noch zu beobachten. Nur in übersichtlichem offenen
Gelände und vor jeder Störung geschützt, lässt diese Wildart sich auch tagsüber
betrachten. Das Rotwild lebt in, nach Geschlechtern, getrennten Rudeln, wobei die
weiblichen Stücke zusammen mit jüngeren Hirschen ein Kahlwildrudel bilden, welches stets
von einem führenden Alttier, dem Leittier, angeführt wird. Ältere Hirsche leben in
eigenen kleinen Rudeln, während die Alten oft einzeln, bzw. mit einem jungen Hirschen,
dem so genannten Beihirsch oder Adjutanten zusammen stehen. Die Paarungszeit, Brunft, geht
von ca. Mitte September bis Mitte Oktober, welche sich im Duvenstedter Brook beobachten
lässt. Nach einer Tragzeit von etwa 34 Wochen, ab Mitte Mai des folgenden Jahres, setzen
sich die Alttiere vom Rudel ab und bringen 1 Kalb zur Welt. Hinsichtlich der Äsung ist
das Rotwild nicht wählerisch. Gräser, Knospen, Triebe, Hackfrüchte, Kastanien, Eicheln,
Getreide werden gern angenommen. Durch starke Beunruhigung bedingt weicht das Wild in
äsungsarme Dickungen aus, in denen es aus Hunger und auch Langeweile anfängt Baumrinde
zu äsen und die Stämme zu Schälen. Folgen sind mitunter erhebliche Wildschäden die der
Land- und Forstwirtschaft entstehen. Durch Verbesserung der Äsungsflächen, dem Schutz vor
Beunruhigungen, der Anlage von Verbissflächen wird versucht dem Wildschaden vorzubeugen. |
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Das Damwild,
ist durch seine auffälligen Erkennungsmerkmale, bei den Hirschen die
schaufelartigen Geweihe, die im Sommer rostbraune Decke mit einem schwarzen
Aalstrich und weißen Flecken, leicht von anderen Hirscharten zu
unterscheiden. Weniger störanfällig als das Rotwild bevorzugt es offene,
parkähnliche Landschaften von Feld, Wald und Wiesen. Auch Damwild lebt in
nach Geschlechtern getrennten Rudeln, die je nach Deckung in ihrer Größe
variieren. Es gilt, je weniger Deckung, umso größer die Rudel. Die
Hauptbrunft geht von Mitte Oktober bis ca. Mitte November. Während beim
Rotwild der Hirsch zu den weiblichen Tieren zieht, ziehen beim Damwild die
Weiblichen zum Hirschen. Nach einer Tragzeit von etwa 33 Wochen setzt das
beschlagene Tier im Juni, des folgendes Jahres, ein Kalb, Zwillingsgeburten
sind äußerst selten. Die Äsung entspricht der des Rotwildes. |
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Das Schwarzwild, ist das einzige nicht wiederkäuende Schalenwild und die letzte
wehrhafte Wildart unserer heimischen Wildbahn. Schwarzwild lebt gesellig in
Familienverbänden, den Rotten, die sich aus Bachen, Frischlingen und einzelnen
Überläufern zusammensetzen. Auch Rotten werden wiederum von einer führenden Bache
angeführt. Vorwiegend nachtaktiv führen sie ein verborgenes Leben, passen sich aber
Veränderungen ihrer Umwelt schnell an und ziehen auf ihren Streifzügen bis in die
Randgebiete von Großstädten. Die Paarungszeit, Rauschzeit, fällt in die Monate November
bis Januar. Nach der Faustregel von 3 Monaten, 3 Wochen, 3 Tagen Tragzeit sondern sich die
Bachen von den Rotten ab und bringen zwischen 4 bis 12 Frischlinge, in einem
so genannten
Wurfkessel, den die Bache eigens für diesen Zweck herrichtet, zur Welt. Auf den gesamten
Schwarzwildbestand im Frühjahr gerechnet bedeutet dieses einen Zuwachs zwischen 200 und
400%. Als Allesfresser nimmt Schwarzwild sowohl pflanzliche als auch tierische Kost auf.
Neben Wurzeln, Knollen, Gräsern, Kastanien, Eicheln, Rüben, Kartoffeln, Mais, Weizen,
Hafer stehen auch Aas, Würmer, Engerlinge, Schnecken, Käfer, Mäuse, Gelege von
Bodenbrütern bis hin zu Junghasen und auch Rehkitze auf ihrem Speiseplan. |
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Das Rehwild, unser bedeutendstes Jagdwild, ist als Kulturfolger sehr
anpassungsfähig und erreicht Bestandszahlen, die von keiner anderen Hirschart auch nur
annähernd erreicht wird. Im Sommer als Einzelgänger, im Winter in Rudeln (Sprüngen)
lebend ist das Rehwild in sämtlichen vorkommenden Lebensräumen, von Gärten und
Parkanlagen, von der Meeresküste bis zur alpinen Baumgrenze vertreten. Die
Fortpflanzungszeit liegt in den Monaten Juli und August. Nach einer Tragzeit von 290 Tagen
setzt die Ricke meist 2 Kitze. Die Nahrung des Rehwildes ist sehr vielseitig. Als
Konzentratselektierer benötigt es sowohl eiweißreiche als auch rohfaserreiche
Futterpflanzen. Kräuter, Triebe, Knospen, Getreide, Raps, Kohl, Knollenfrüchte,
Kastanien, Eicheln, Bucheckern, Wildobst werden aufgenommen. In Phasen der Ermangelung von
ausreichender Äsung können teilweise enorme Verbissschäden an Laub- und
Nadelholzkulturen entstehen. |
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